Bergarbeit

Der alte Zinnoberstollen in der Kormulde diente der Gewinnung von Quecksilber. Das Erz kommt in geringmächtigen (ca. 1– 3 cm starken) Zinnoberadern in den als Eisenhutschiefer bezeichneten Grünschiefern der Gurktaler Decke vor. Bergknappen aus Reichenau bauten das erzführende Gestein unter Tag ab und förderten es aus dem Stollen.

In Säcken aus gegerbten Schweinshäuten wurde das erzführende Gestein über einen Schleifweg sodann Richtung Reichenau gebracht, wo im Bereich der Dicktlgründe unterhalb des Rinsennocks in einem Hochofen die Quecksilbergewinnung erfolgte. Heute noch ist dort eine Ruine vorhanden. Auch die Unterkünfte der Knappen befanden sich dort. Gewonnenes Quecksilber wurde im Besonderen für die Spiegelproduktion und für die Amalgamisierung im Goldbergbau benötigt.

Während des zweiten Weltkrieges wurde erneut ein Versuch gestartet, die Quecksilbervorkommen abzubauen. Dabei sind auch senkrechte Schächte abgeteuft worden. Die in der Kormulde vor der Korhütte liegenden Abraumhalden entstammen überwiegend diesen Aktivitäten.

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