Berggestein

Dieser Aufschluss zeigt uns eines der Hauptgesteine der Gurktaler Alpen, ein aus altpaläozoischen Ablagerungen gebildetes Schiefergestein, der sogenannten Gurktaler Decke. Die Gesteine wurden im Erdaltertum vor rund 450 Millionen Jahren abgelagert. Im Rahmen der Gebirgsbildungen wurden die Gesteine starken Veränderungen durch Druck und Temperatur unterzogen und schließlich in ihre heutige wellig-schiefrige Form gebracht.

Weiter nördlich, zum Königstuhl hin, dominieren hingegen Konglomerate und Sandsteine jüngerer Herkunft, ca. 300 Millionen Jahre, die neben historisch abgebauten Eisenvorkommen auch Anthrazitkohleflöze aufweisen, die im Bereich der Turrach in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch abgebaut wurden und zum Betrieb eines in der Ortschaft Turrach befindlichen Eisen-Hochofens verwendet wurden. Nähere Informationen findet man auch im „Montanmuseum Holz und Eisen“ in der Ortschaft Turrach. Neben den Schiefern der östlichen Gurktaler Alpen dominieren in den westlichen Gurktaler Alpen (Rosennockgebiet) Paragneise und Glimmerschiefer altkristallinen Ursprungs.

Zwischen den beiden Zonen befindet sich eine schmale Kalkgesteinszone, die im Mesozoikum, vor ca. 230 Millionen Jahren, als sich hier ein Meer befand, abgelagert wurde, und heute aufgrund der karbonatischen Böden eine völlig andere Vegetationsdecke trägt. Diese Zone wird Stangalmtrias genannt und erstreckt sich von Innerkrems bis Bad Kleinkirchheim und ist auch für die Thermalquellenvorkommen der Region verantwortlich. Bei einer Fahrt über die Nockalmstraße berührt man diese Kalkgesteinszone im Bereich der Eisentalhöhe.

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