Spuren der Eiszeit

Vor über 20.000 Jahren, während der letzten Eiszeit, wurden die Nockberge von einigen kleineren Gletschern bedeckt, die die Landschaft entscheidend formten. Wie diese Gletschermühle!

Die Auswölbung im Fels, die Ihr hier sehen könnt, wurde einst durch das Schmelzwasser des Gletschers unter gewaltigem Druck in das Gestein gegraben. Wissenschaftlich betrachtet handelt es sich eigentlich um einen Gletschertopf.

Aber wie konnte dieser Gletschertopf entstehen? Ganz einfach: Durch Spalten und Hohlräume drang Schmelzwasser in den Gletscher ein. Dieses bildete schließlich im Gletscher Wirbel, die kleinste Kiesteilchen und Sandpartikel mitführten. Sie gruben die topfförmigen Vertiefungen in das Felsgestein.

Nicht nur hier, sondern überall auf der Turrach kann man das imposante Werk der Gletscher sehen. So entstanden z.B. auch die für die Nockberge charakteristischen abgerundeten Bergkuppen durch Vergletscherung und tektonische Verschiebungen. Oder jene wannenförmigen Vertiefungen in der Landschaft wie das Hohe Kor. Dort könnt Ihr übrigens ein weiteres interessantes Relikt aus der Eiszeit sehen: Einen Moränenwall.