Wasser – elementare Kraft

Kennt Ihr die drei elementaren gestaltenden Kräfte des Gebirges? Es sind Wasser, Wind und Schwerkraft – sie formen die alpine Landschaft und beeinflussen das Leben in den Bergen.

Kennt Ihr den Wasserkreislauf in den Bergen? Wenn es ausgiebig regnet, versickert das Regenwasser durch den Boden, bis es auf undurchlässige Gesteinsschichten trifft. Aber Wasser findet immer einen Weg! So rinnt es weiter, bis es an anderer Stelle weitersickern oder an die Oberfläche treten kann. Zum Beispiel hier an diesem Bächlein. Übrigens: Das verunreinigte Regenwasser dringt auf seiner unterirdischen Reise in feinste Gesteinsporen ein und wird dabei gründlich gereinigt. So freundlich hier das Wasser auch dahinplätschert, es besitzt die direkte Kraft, das Gelände zu verändern. Als Oberflächenwasser führt es z.B. zu Ausschwemmungen, Muren, Erdrutschen. Oder denkt nur an die gewaltigen Gletscher, die in der Eiszeit unsere Berge überzogen haben! Die sanften Kuppen der Nockberge wurden vom Gletscher der Mur geformt – er überzog das gesamte Gebiet der Turrach und ließ nur die obersten Gipfel unvergletschert! Das könnt Ihr leicht an den Felszinnen der Gegend erkennen, z.B. am Falker-Gipfel.

Nicht nur an der Oberfläche setzt das Wasser gewaltige Prozesse in Gang: Bodenwasser ist ein wahrer Sprengmeister, wenn es friert! Gesteinsschichten brechen weg und stürzen tosend talwärts – eine echte Berggefahr…

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